Gemeinde Reichersberg schafft Raum für neue Betriebe und Arbeitsplätze im Innviertel

Mit dem Wirtschaftspark Reichersberg entsteht ein überregionaler Leitstandort

Meilenstein für den Standort Oberösterreich: Der Wirtschaftspark Reichersberg bietet in den kommenden Jahren Raum für neue Betriebe und Arbeitsplätze. © Terra Cognita
Meilenstein für den Standort Oberösterreich: Der Wirtschaftspark Reichersberg bietet in den kommenden Jahren Raum für neue Betriebe und Arbeitsplätze. © Terra Cognita
28.01.2021

Mit einer deutlichen Mehrheit von 13 zu 6 Stimmen hat der Reichersberger Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung die Umwidmung von 32 Hektar für die Errichtung eines Wirtschaftsparks in die Wege geleitet. „Damit haben wir die Grundlage für eine positive Entwicklung der Gemeinde und der gesamten Region Innviertel in den nächsten Jahren und Jahrzehnten geschaffen“, unterstreicht Bürgermeister Bernhard Öttl die überregionale Bedeutung des neuen Leitstandortes. 

Ziel ist es, Produktionsbetriebe mit Forschung und Entwicklung, anzusiedeln“,

erklärt Johann Weirathmüller, Bürgermeister von Taiskirchen und Obmann des Gemeindeverbandes Interkommunale Betriebsansiedlung (INKOBA) Ried/Innkreis.

„Gleichzeitig schaffen wir damit auch Entwicklungschancen für Unternehmen aus der Region.“

Der Verband – und damit die beteiligten Gemeinden des Bezirks – ist gemeinsam mit der Gemeinde Reichersberg Käufer der Flächen und wird sie entwickeln. Im Herbst 2020 wurde dafür ein umfassendes Leitbild erarbeitet und im Gemeinderat beschlossen. Darin sind genaue Ziele und Rahmenbedingungen für künftige Betriebsansiedlungen festgelegt – vom Anrainer- und Umweltschutz bis hin zum Mobilitätskonzept.

 

Verkehrslösung und Anrainerschutz

Der Abstimmung war im Gemeinderat eine intensive Diskussion vorausgegangen, die schließlich in einer sorgfältigen Interessensabwägung mündete. Zehn Kriterien von Umweltschutz bis Land- und Forstwirtschaft wurden dafür herangezogen. In der Kritik standen im Vorfeld vor allem die Umwidmung von Grünland und die Verkehrslösung.

„Erfreulicherweise ist fast die Hälfte unserer Gemeindefläche höherwertiger Boden. Die Abwägung ist daher zugunsten der Umwidmung von zwei Prozent dieses Bodens ausgefallen. Ein großflächiger Leitstandort bedeutet insgesamt weniger Bodenverbrauch als viele kleine Standort mit jeweils eigener Verkehrserschließung und anderen Nebenflächen“,

so Bürgermeister Bernhard Öttl. Auch beim Anrainerschutz wurde im Leitbild festgelegt, die gesetzlichen Anforderungen weit zu übertreffen und die Anrainer in die Entwicklung mit einzubeziehen.

„Man darf es sich nicht so vorstellen, als würde von heute auf morgen die gesamte Fläche bebaut. Der Wirtschaftspark ist auf eine Entwicklungszeit von bis zu 20 Jahren ausgelegt und dient dazu, wertvolle Flächen langfristig zu sichern“,

erklärt Bürgermeister Öttl.

Mit dem Land OÖ wurde bereits eine Vereinbarung zur Finanzierung von Kreuzungsumbauten getroffen. Im Endausbau bedeutet dies eine Ampelkette mit 5 Ampeln auf der B143. Umgesetzt werden die Umbauten je nach Entwicklung des Verkehrsaufkommens.